Peruanischer Stangenkaktus (Trichocereus peruvianus)

Name

von msscacti (TperuvianusVarKnuthianusNMCR  Uploaded by uleli) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Image by von msscacti published under CC BY 2.0 via Wikimedia Common

Der Name „Trichocereus peruvianus“ setzt sich zusammen aus der Bezeichnung der Gattung Trichocereus und dem Artepitheton  „peruvianus“, welches sich auf den Fundort des ersten Exemplars bezieht, der Limaregion Perus. Besagtes Exemplar wurde 1914 vom ehrenwerten Kakteenenthusiasten Joseph Nelson Rose und seiner bezaubernden Frau Lou Beatrice nahe der Stadt Matucana in einer Höhe von 2100 Meter eingesammelt.
In Kooperation mit N.L. Britton führte Rose im Jahre 1920 die Erstbeschreibung des Kaktus als „Trichocereus peruvianus“ durch.
Andere geläufige Namen sind Giganton, Hualtu, peruanischer Stangenkaktus sowie San Pedro Macho.
Als Trank zubereitet kennt der Kaktus auch die Bezeichnungen Huachuma oder Cimora, welche im Rahmen der rituellen Verwendung durch Medizinmänner der prä-inka Kultur entstanden sind. Das Gebräu sollte Erkrankten verabreicht werden um die Verbindung zwischen der Krankheit und des spirituellen Zustands des Patienten zu untersuchen.

 

 

Beschreibung

Der Trichocereus peruvianus ist ein schnell wachsender Kakteengewächs, das eine maximale Wuchshöhe von bis zu sechs Meter erreicht. Charakteristisch für den peruanischen Stangenkaktus sind die 6 bis 8 Rippen, welche eine runde Form aufweisen. Im Vergleich zum San Pedro Kaktus hat der Trichocereus peruvianus deutlich längere Stacheln, welche eine Länge von bis zu 10 Zentimeter erreichen können (vgl. San Pedro ca. 2,5 cm). Der Trichocereus peruvianus ist geprägt durch seine Kerben über den Areolen.
Die Farbe liegt bei einem leicht bläulichen Grünton. Die Blüten, welche in einem entzückenden weiß erstrahlen, zeigen sich nur bei Nacht und verströmen dabei einen betörenden Duft. Die Blüten können ein Durchmesser von bis zu 25 Zentimeter erreichen.

Meskalingehalt

Im frischen Trichocereus peruvianus ist ein Anteil an Meskalin zwischen 0,001 und 0,05% üblich. Getrocknet steigt dieser Anteil auf ca 0,82 bis 2%.

Natürliche Verbreitung

Der natürliche Lebensraum des peruanischen Stangenkaktus ist -wie durch den aufmerksamen Leser sicher bereits vermutet- die peruanische Andenregion. Im Bereich von Hängen in Höhen von 2000 bis 3400 Metern ist der Trichocereus peruvianus ein oft gesehener Vertreter der Kakteengewächse.
Die Pflanze hat bestimmte natürliche Präferenzen, welche auch bei der Haltung Zuhause beachtet werden müssen. So gedeiht der peruanischen Stangenkaktus nicht auf Boden, der einen zu hohen Stickstoffanteil hat (zu beachten beim Düngen!)
Deshalb ist davon abzuraten einen hohen Anteil an kompostiertem Material ins Substrat zu mischen.
Wird dies berücksichtigt ist der Trichocereus peruvianus nicht zu Anfällig gegen Überwässerung. Der Boden sollte allzeit feucht aber NIE nass sein.
Nach der IUCN gehört der peruanischen Stangenkaktus der Gruppe der „Least Concern“ (LC) an, ist also in freier Natur nicht gefährdet und in großer Zahl zu finden.

 

Leider habe ich im Netz keinen vertrauenswürdigen Händler gefunden, der sich auf Trichocereus peruvianus spezialisiert hat und auch der Umwelt zuliebe empfehle ich auf teure Importe aus Drittländern zu verzichten. Solltet ihr aber dennoch einen faszinierenden Stangenkaktus groß ziehen wollen empfehle ich euch den San Pedro Kaktus. Wollt ihr hingegen unbedingt einen Peruvianus so könnt ihr euch sehr günstig Samen kaufen und die Pflanzen selbst Groß ziehen.

Literatur

zur Thematik empfehle ich folgende Werke:

Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen von Rätsch
Der Meskalinrausch: Seine Geschichte und Erscheinungsweise von Beringer
The Doors of Perception & Heaven and Hell von Huxley