Peyote Kaktus (Lophophora williamsii)

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Peyote Kaktus in der Blüte

Name

Der Peyote Kaktus verdankt seinen Trivialnamen dem nahuatl (uto-Aztekische Sprache aus vorhispanischer Zeit im heutigen Mexiko) Wort „Peyōtl“ für „Raupe“ welches höchstwahrscheinlich auf die äußerliche Ähnlichkeit des Kaktus mit diesem Tier anspielt.

Der wissenschaftliche Name Lophophora williamsii ist zusammengesetzt aus dem Namen der Pflanzengattung Lophophora und dem Artepitheton „williamsii“, welches sich auf den Entdecker C.H. Williams bezieht, der 1865 im Rahmen seiner Reise nach Bahia (Brasilien) wohl einen Peyote Kaktus klassifizierte.
Andere Bezeichnungen für den Peyote Kaktus sind el MescalitoChallote, Mescal oder der ulkige deutsche Begriff Schnapskopf.

Beschreibung

Der Peyote Kaktus ist einer berühmtesten sowie ästhetisch ansprechendsten Kakteen, die aus dem Boden unseres wunderschönen Planeten ragen.
Sein Äußeres ist sehr charakteristisch. Der Kaktus wächst sowohl einzeln als auch in Clustern aus sehr vielen (meist kleinen) Pflanzen. Ein gesunder Peyote hat eine grüne bis blaugrüne/graugrüne Färbung und trägt auf der Oberfläche viele warzenartige Erhebungen (Areolen) aus denen die sehr geschmeidigen, gelblich weißen Haare ragen. Diese Haare haben sich im Laufe der Evolution aus den für Kakteen typischen Dornen entwickelt.
Der Peyote Kaktus hat –je nach Phänotyp- hat 4 bis 14 Rippen, welche oft nicht so deutlich ausgebildet sind wie bei anderen Kakteen, sondern sich eher als leichte Höcker oder Zwischenfurchen bezeichnen lassen.

Ein einzelner Lophophora williamsii erreichte eine Höhe von bis zu 6 Zentimeter, unterirdisch hingegen liegt noch die Pfahlwurzel des Peyote, welche einen großen Anteil des Kaktus ausmacht.
Der Lophophora williamsii ist ein sehr langsam wachsender Kaktus, auch unter besten Bedingungen ist ein jährliches Wachstum von 0,5 cm (im Durchmesser) eher optimistisch.

Vermehrung

Der Peyote Kaktus vermehrt sich auf unterschiedlichste Weise, neben der Vermehrung durch Samen ist auch eine Vermehrung durch Neuaustrieb an Stümpfen und Kindelbildung möglich.
Der Lophophora williamsii entwickelt (sofern er im Winter kühl, schattig und bei sehr wenig Wasser gelagert wurde) im Sommer Blüten, welche in der Farbe von einem reinen Weiß bis zu einem rosa variiert. Sofern diese Blüten bestäubt werden, entstehen am Kaktus winzige purpur-rote Früchte, welche die klitzekleinen Samen des Peyote enthalten.

Natürliche Verbreitung

Der Peyote Kaktus benötigt zum Wachsen einen kalkhaltigen, mineralreichen Boden.
Die natürlichen Habitate des Peyote Kaktus strecken sich vom Nord- und Mittelmexiko bis in den Südwesten der vereinigten Staaten entlang des Rio Grande.
Seit 2013 gilt Lophophora williamsii gemäß der Einschätzung der IUCN als gefährdet (VU), was auf die kommerzielle Ernte der Pflanzen und Verdrängung durch die Viehzucht zurückzuführen ist.

Verwendung

Im Jahr 2005 wurden mehrere Peyote Buttons (getrocknete Lophophora williamsii Kakeen) im Rahmen einer archäologischen Untersuchung in einer als Shumla Höhle 5 bekannten Ausgrabungsstätte mittels Radiokarbonmethode auf ihr Alter untersucht.
Die Ergebnisse legen nahe, dass die getrockneten Peyote Kakteen etwa im Jahr 1770 vor Christus aus der Erde genommen und für rituelle Zwecke getrocknet und aufbewahrt wurden.
Beim Konsum des Peyote Kaktus kann die Pflanze getrocknet, frisch aus der Erde oder auch zubereitet als Trank aufgenommen werden. Egal welche dieser Methoden genutzt wird, über den grauenhaft bitteren Geschmack kann keine hinwegtäuschen. Deshalb wird von vielen Konsumenten die Zubereitung als Kaktus Pulver auch Meskalin Pulver genannt (nicht zu verwechseln mit purem Meskalin) bevorzugt, da es möglich ist dieses Pulver in Kapseln einzuschließen, so dass sie sich erst im Magen auflösen und jeden Kontakt des Pulvers mit Geschmacksorganen vermieden wird. Allerdings ist der Konsument auch in diesem Fall nicht sicher vor dem häufig auftretenden Gefühl der Übelkeit und des Erbrechens.

Peyote für Zuhause?

Der Peyote Kaktus ist als Zierpflanze zwar ein echter Augenschmaus, allerdings ist er einer der anspruchsvollsten Kakteen und reagiert sehr stark auf eine falsche Haltung.
Empfehlenswert ist er deswegen nur für Personen/Hobbygärtner, die bereits Erfahrungen mit Kakteen haben.
Wer nicht mit einem grünen Daumen gesegnet ist läuft Gefahr den Kaktus zu übergießen (was schnell zu Wurzelfäule führen kann), zu Überdüngen (was zu einem „Vergeilen“ der Pflanze oder gar Aufreißen des Peyote führen kann) oder ihm einem Sonnenbrand usw auszusetzen.
Besagten Kakteenfreunden sei wärmstens zum Halten eines San Pedro, Trichocereus peruvianus oder Achuma geraten, da sie damit bei niedrigerem Aufwand mehr Freude haben werden. Wer allerdings vor botanischen Herausforderungen nicht zurückschreckt oder vor hat den Kaktus als traditionelle Medizin zu verwenden der sollte sich einen Peyote kaufen.

Meskalingehalt

Der frische Peyote Kaktus besitzt einen Meskalingehalt von ca 0,003%, getrocknet kann er allerdings zwischen 1 bis 6% liegen!

Peyote Kaktus Kaufen

Wer sich einen Peyote Kaktus kaufen möchte sollte einige Dinge beachten, so sollte die Pflanze wurzelecht sein und aus Samen gezogen worden sein. Pflanzen welche beispielsweise auf eine andere Pflanze wie etwa Pereskiopsis spathulata gepfropft wurden haben oft ein unnatürlich hohes Wachstum, deshalb eine beachtliche Größe, enthalten allerdings fast kein psychoaktives Meskalin!
Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit einem Online-Händler gemacht, welcher die Kakteen selbst mit viel Leidenschaft und Hingabe anbaut und auch beim Versand keine Kompromisse macht, wenn es um die sichere Lieferung der Pflanzen geht. Jedes Exemplar ist sorgfältig einzeln verpackt und in bestem Zustand. Im Vergleich zu diversen Smartshops, welche sich häufig in den Niederlanden befinden, kommt es weder zu Lieferengpässen noch zu lieblosem Verschicken von unbewurzelter B-Ware. Der Versand ist schnell und der Kundenservice mehr als zufriedenstellend.

Nur um das klar zustellen ich möchte euch hiermit nur auf einen Shop hinweisen, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe und der auch den besten Preis hat den ich gefunden habe. Wenn ihr einen Shop findet, der einen der Kakteen zu einem besseren Preis anbietet schreibt doch bitte eine Mail an: sanpedroparadise@yahoo.com

Hier die besten Angebote, die ich finden konnte:

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Literatur

zur Thematik empfehle ich folgende Werke:

Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen von Rätsch
Der Meskalinrausch: Seine Geschichte und Erscheinungsweise von Beringer
The Doors of Perception & Heaven and Hell von Huxley
Was zum Geier ist eigentlich eine Astralreise und kann ich das auch?