Konsum

Konsum von Meskalin Kakteen

Eine kurze Einleitung in die Konsumformen für San Pedro Kaktus und Lophophora williamsii

Der Konsum von Meskalin Kakteen findet in der Regel oral statt, hierbei unterscheidet man verschiedene Arten der Zubereitung

1. Kaktus roh essen

Wer sich für diese Konsumform entscheidet sollte sich darauf gefasst machen, dass es sich weder bei Lophophora williamsii noch bei Trichocereus pachanoi um besondere Leckerbissen handelt. Das Verschlingen der Kakteen hat nichts mit dem Genuss einer köstlichen Kaktusfeige zutun, im Gegenteil! Beide Pflanzen sind aufgrund des enthaltenen Meskalin und anderen Alkaloiden GIFTIG. Dementsprechend treten auch typische Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen auf.
Peyote und auch San Pedro Kaktus haben einen stechend bitteren Geschmack, der im Hals einen sehr unangenehmes Gefühl verursacht. Aber wie schon meine Oma immer gesagt hat, Medizin MUSS bitter sein, damit sie wirkt.
Es empfiehlt sich aus offensichtlichen Gründen vorm Verzehr von San Pedro und Echinopsis peruvianus die Dornen zu entfernen, der Peyote Kaktus hat nur eine Art weiche Haare und muss daher nicht "rasiert" werden. Es empfiehlt sich die Dornen mit einem handelsüblichen Feuerzeug abzubrennen und die Ansätze dieser mit einem Messer zu entfernen. Hierbei ist darauf zu achten, dass nicht zu viel von der Haut entfernt wird, da hier das meiste Meskalin sitzt.
Auch wenn es durchaus machbar ist den Kaktus frisch zu verspeisen rate ich trotzdem dazu die Pflanze erst zu trocknen, der Peyote Kaktus kann hierzu einfach über der Erde abgeschnitten werden, Säulenkakteen wie etwa Trichocereus pachanoi und Echinopsis peruviana sollten erst in Scheiben geschnitten werden, da so die Oberfläche vergrößert wird und die Verdunstung erleichtert wird. Nun kann in einem Backofen, einem Dörrautomaten oder der (Sommer-)sonne getrocknet werden.
Das Trocknen ist durchaus zu empfehlen, da getrocknetes Pflanzenmaterial deutlich mehr Meskalin enthält als eine frische Pflanze.

2. Zubereitung eines Trankes

Bei der Zubereitung eines traditionellen Meskalin Trankes werden frische Pflanzenteile verwendet, welche mit Wasser zusammen gemixt und anschließend gekocht werden. Eine sehr gute Anleitung mit Bildern habe ich auf Erowid gefunden, ihr erreicht diese hier.
Allerdings schlage ich vor beim Zerkleinern des Kaktus daran zu denken das "Herz" der Pflanze zu entfernen, also der Kern in der Mitte, da dieser oft schon fast holzig ist und sehr wenig Meskalin, dafür aber viele Bitterstoffe enthält.

3. Zubereitung von Kaktuspulver

Eine der dankbarsten aber auch aufwendigsten Arten der Zubereitung ist die Herstellung von Kaktuspulver, welches nicht etwa mit Meskalinpulver (pures Meskalin) verwechselt werden soll.
Ein riesiger Vorteil den diese Methode hat ist, dass der Konsument den widerlichen Geschmack umgehen kann, wenn er das Pulver anschließend in Kapseln füllt. Allerdings kann auch hier nicht die Übelkeit und das Erbrechen verhindert werden, da diese zur Wirkung dazugehören. Was Meskalin zu einer Art Anti-Alkohol macht, erst kommt der Kater, dann der Rausch.

in diesem Video ist die Herstellung des Kaktuspulvers anschaulich dargestellt:

Zusammenfassend:
-Dornen entfernen und Haut mit etwa 1 cm Fleisch abtrennen
-Kaktusstücke bei moderater Hitze 1-2 Stunden köcheln lassen, bis die Farbe graugrün ist
-Das Pflanzenmaterial mit einem Messer von der Haut entfernen
-entstandenes Material mixen
-nun bei geringer Hitze köcheln lassen (je nach Menge kann dies 2-3 Stunden dauern) VORSICHT nicht anbrennen lassen
-das entstandene Material sollte so lange geköchelt und an die Topfwände verteilt werden, bis es absolut trocken ist
-nun kann das entstandene Material in einer Kaffeemühle gemahlen werden

Ihr könnt den Kaktus aber auch vor dem Kochen für ein paar Stunden ins Gefrierfach legen, dadurch platzen die Zellen auf und ihr könnt die Haut leichter entfernen.
Das Pulver behält seine psychoaktive Potenz für ca ein halbes Jahr, danach ist ein Großteil der Alkaloide zerfallen.

Um das Pulver nun zu konsumieren kann man es in einen Jogurt rühren, was dem Geschmack angeblich zuträglich sein soll.
Eine andere Methode ist es das produzierte Pulver in leere Gelatine Kapseln zu füllen, diese sind sehr günstig im Netz zu kaufen, Vegetarier sollten allerdings darauf achten Kapseln aus Zellulose zu verwenden. Wenn ihr lieber unter dem Radar bleiben wollt und nichts über das Internet bestellen wollt könnt ihr auch auch in einem Fachgeschäft für Sportnahrung beliebige Kapseln zu niedrigen Preisen kaufen und diese neu befüllen. Aber bitte denkt daran den Inhalt dieser Nahrungsergänzungsmittelkapseln da hin zu tun, wo er hingehört, in den Müll.

Ach Ja und...

denkt daran, dass alle diese 3 Methoden hier in Deutschland gleichermaßen verboten sind. Sie werden hier nur zu Bildungszwecken vermittelt und sind nicht zur Nachahmung gedacht. Meskalinhaltiges Kaktuspulver, Kaktus-Trank und getrocknete Teile eines Meskalin Kaktus unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz, was die Herstellung, Besitz und Handel strafbar macht. Wenn ihr absolut legal einen bewusstseinserweiternden Zustand erfahren wollt empfehlen wir euch es mit einer Astralreise zu versuchen, hiermit seid ihr auf der sicheren Seite.

Literatur

zur Thematik empfehle ich folgende Werke:

Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen von Rätsch
Der Meskalinrausch: Seine Geschichte und Erscheinungsweise von Beringer
The Doors of Perception & Heaven and Hell von Huxley